Istanbul – Rennsport an der Grenze zwischen Europa und Asien

Seit 2005 ist die türkische Metropole Istanbul jährlicher Austragungsort eines Formel-1-Rennens, nachdem bereits Bahrain und China 2004 als erste asiatische Länder zur Königsklasse stießen.

Der Istanbul Otodrom Circuit wurde von Anfang 2004 bis zum Sommer 2005 in 18 Monaten erbaut und gab sein Debüt am 21. August 2005. Im Stadtteil Tuzla auf dem asiatischen Teil Istanbuls gelegen, wurde die Strecke vom Aachener Ingenieurbüro Tilke GmbH konzipiert und für 100 Millionen US-Dollar umgesetzt.

Der Circuit von 5,338 Kilometern zeichnet sich durch mittelschnelle Kurven und eine große Streckenbreite zwischen 12,5 und 21,5 Metern aus. Damit ermöglicht er den Fahrern gute Überholmöglichkeiten und spannende Rennverläufe. Da der Streckenverlauf auf sehr hügeligem Gelände erbaut wurde, herrschen zum Teil auffallend große Höhenunterschiede.

Für die Fahrer ist die achte Kurve mit vier Scheitelpunkten und einigen Bodenwellen der anspruchsvollste Teil der Rennstrecke. Im Otodrom haben bis zu 155.000 Besucher Platz, davon allein 30.000 Zuschauer auf der orientalisch gestalteten Haupttribüne.

Der erste Sieger in Istanbul war Kimi Raikkönen 2005, gefolgt von einem Hattrick von Felipe Massa von 2006 bis 2008. 2009 holte Jenson Button den Sieg und 2010 sein Landsmann Lewis Hamilton. Das nächste Rennen findet am 8. Mai 2011 statt.

Der Große Preis von Deutschland

Eine Tradition im Formel-1-Rennsport findet am 24. Juli 2011 ihre Fortsetzung. An diesem Rennwochenende wird auf dem Nürburg Grand Prix Kurs der Große Preis von Deutschland gefahren. Auf der traditionsreichen alten Strecke fanden bereits 1927 Rennen statt. Der neue Grand-Prix-Kurs erlebte erstmals 1984 sein erstes Formel-1-Rennen. Der letzte Große Preis von Deutschland wurde auf der neuen Strecke 1985 ausgetragen.

Die neue und moderne Strecke des Nürburgringes hat eine Rundenlänge von 5,148 Kilometern und ist ein Mix aus langsamen und schnellen Kurven. Die besten Überholmöglichkeiten gibt es nach Start und Ziel, ein Überholen ist jedoch prinzipiell schwierig. Ein gutes Qualifying und eine erfolgreiche Boxenstrategie sind bei dieser Strecke enorm wichtig. Die meist spannenden Rennen sind überwiegend ein Ergebnis des wechselhaften Eifelwetters, das an einem Rennwochenende für erschwerte Bedingungen für Mensch und Maschine sorgen kann. Während des Rennens kann bei optimalen Voraussetzungen eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde erreicht werden.

Erfolgreichster Pilot auf dem Nürburgring ist Michael Schumacher mit 5 Erfolgen, gefolgt von Jackie Stewart und Juan Manuel Fangio mit jeweils 3 Rennsiegen. Mit Abstand erfolgreichstes Team ist Ferrari mit 14 Siegerautos, gefolgt von Brabham und McLaren mit jeweils 4 Siegern.