TelePassport AG stellt Vertrieb zum Monatsende ein

Zum 1. Mai stellt die Erfurter TelePassport AG sämtliche Vertriebsaktivitäten ein und wird in die MobilCom GmbH integriert. Für Bestandskunden soll sich nichts ändern, es werden jedoch keine neuen Verträge mehr angenommen.

Die TelePassport AG hat heute in einer Eilmeldung bekannt gegeben, dass sie zum 30. April sämtliche Mobilfunk-Vertriebsaktivitäten einstellt. Ab 1. Mai werden keine Mobilfunkverträge mehr angeboten. Darunter fallen auch die Exclusiv-Tarife der Vertriebspartner Super24 und First Mobile24, welche nur diesen Vertriebspartnern von der TelePassport AG zur Verfügung gestellt wurden.

Auf Bestandskunden soll diese Maßnahme keine Auswirkungen haben. Wie Geschäftsführer Gustyn gegenüber der Redaktion erläuterte, werde das Unternehmen TelePassport den Servicebereich weiter betreiben und nur den Vertrieb einstellen. Zum 1. Mai werde das Unternehmen in die MobilCom GmbH integriert.

Auch in Zukunft könnten alle Kunden den gewohnten Service weiterhin über die bekannten Hotline-Nummern beziehungsweise Adressen erreichen. TelePassport garantiere allen Kunden, dass die abgeschlossenen Verträge während der gesamten Mindestlaufzeit des Vertrages eingehalten und an den Tarifen und AGBs keine Änderungen vorgenommen würden.

Es müsse also – so Geschäftsführer Gustyn – kein TelePassport-Kunde befürchten, dass er jetzt Gebühren berechnet bekommt, die ihm bisher laut Vertrag oder Tarif für einen bestimmten Zeitraum erlassen wurden. Ein Sonderkündigungsrecht – um diese Frage im Vorfeld zu beantworten – bestünde deshalb aber nicht.

Quelle: Call Magazin

Deaktivierungsgebühr bei Handyverträgen nicht zulässig

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat gewonnen: Es ist ab sofort nicht mehr zulässig, bei der Auflösung von Handyverträgen eine so genannte Deaktivierungsgebühr zu verlangen.

Wie eine Angestellte des Bundesgerichtshofes der Redaktion mitteilte, ist das Urteil rechtskräftig. Damit wurde ein früheres Urteil des Oberlandesgerichts Itzehoe aus dem Jahr 1999 aufgehoben. Die Berufung der Beklagten, des Mobilfunkunternehmens Talkline, wurde vom Bundesgerichtshof zurückgewiesen.

Somit dürfen Mobilfunkfirmen mit sofortiger Wirkung bei der Auflösung von Handyverträgen keine Gebühren mehr verlangen. Der BGH folgte damit der Auffassung der Klägerin, wonach die Auflösung von Verträgen im Wirtschaftsleben gang und gäbe ist. Inwieweit das Urteil möglicherweise auch rückwirkend Klagen von Verbrauchern möglich macht, konnte auf Anfrage der Redaktion nicht hinreichend geklärt werden.

Quelle: Call Magazin