96: Tremmel-Party in Sicht?

Da muss er doch dran gedreht haben – diese Konstellation ist ideal für Gerhard Tremmel. Er kommt aus München, spielte früher für Unterhaching. Zudem hat Tremmel „eine positive Bilanz gegen die Münchner Klubs”.

Auf der Homepage des Spitzenreiters wird Tremmel gar zum „Bayern-Schreck”. Und dann kommen zu seinem 50. Bundesligaspiel ausgerechnet diese Bayern – es ist also alles angerichtet für eine Tremmel-Party in der AWD-Arena.
Nach Fredi Bobic (224 Spiele) und Kostas Konstantinidis (62) ist Tremmel der Profi mit den meisten Bundesligaeinsätzen bei 96. Klar, zu seinem Jubiläum wünscht er sich „einen Sieg, am besten zu null”. Zweimal blieb er mit 96 ohne Gegentor – in seiner ersten Partie als Nummer eins gegen Bielefeld (0:0) und beim 1:0 im Olympiastadion gegen 1860 München.
Aber der 24-Jährige weiß auch, dass es am Sonnabend vor allem auf ihn ankommen wird. Im elften 96-Spiel steht Tremmel vorm Härtetest. Der in Dortmund fiel ja aus, weil die schwache Borussia außer den beiden Toren kaum gute Strafraumszenen hatte.
Die Bayern jedoch werden mit Giovane Elber und Claudio Pizarro im Angriff mehr Druck aufs Tor entwickeln. Elber steht durch seine Wette mit Ailton um die Torjägerkrone (siehe Bericht unten) zusätzlich unter Torzwang. Weil aber Elber auswärts erst ein Tor – zudem ein umstrittenes (in Bochum) – erzielte, halten wir dagegen: Wetten, dass Elber kein Tor gegen 96 schießt?
Der Torhüter glaubt, die Wette „ist für Giovane nur so ein Spaß nebenbei”. Für Tremmel und Kollegen dagegen ist die Partie gegen die Bayern „eine Extramotivation”. Beim Training sei dies daran zu merken, „dass es härter zur Sache geht”. Einige Plätze in der Anfangself sind umkämpft, aber Tremmel hat seinen sicher.

Sicher ist für ihn auch: „Nach einem Sieg herrscht in Hannover Ausnahmezustand.” Dann „wäre der Klassenerhalt gesichert”, glaubt Tremmel. Denn in den restlichen sieben Partien noch fünf Punkte zu machen, „das schaffen wir”.

Die Erfolgsformel heißt also: Bayern schlagen und die Rettung feiern.

Völler nominiert Kuranyi für Litauen-Spiel

Rudi Völler treibt den Verjüngungsprozess der deutschen Nationalmannschaft weiter voran. Der Teamchef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) berief in Frankfurt am Main den 21 Jahre alten Kevin Kuranyi erstmals in sein Aufgebot für ein Länderspiel. Mit 13 Treffern ist der Stürmer des VfB Stuttgart der erfolgreichste deutsche Torschütze in der laufenden Bundesliga- Saison.

Zum 20-köpfigen Aufgebot für das erste Europameisterschafts- Qualifikationsspiel des Jahres am 29. März in Nürnberg gegen Litauen gehören auch erneut die beiden ebenfalls erst 21 Jahre alten Benjamin Lauth (1860 München) und Tobias Rau (VfL Wolfsburg). Beide hatten im vergangenen Monat bei der 1:3-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen Spanien ihr Debüt in der DFB-Auswahl gefeiert. Nur der Leverkusener Hanno Balitsch, der im Februar auf Mallorca als dritter Länderspiel-Neuling zum Einsatz gekommen war, wurde nicht wieder nominiert.

Prominentester Rückkehrer ist Routinier Dietmar Hamann. Der Vize- Weltmeister vom FC Liverpool soll nach dem Ausfall des am Knie verletzten Michael Ballack wieder für mehr Stabilität im Mittelfeld sorgen. Neben Balitsch strich Völler auch dessen Leverkusener Teamkollegen Oliver Neuville aus dem Aufgebot für das Litauen-Spiel. Außerdem wurden die Vize-Weltmeister Carsten Jancker (Udinese Calcio) und Gerald Asamoah (Schalke 04) wiederum nicht berücksichtigt.

Das Aufgebot:

Tor: Oliver Kahn (Bayern München), Jens Lehmann (Borussia Dortmund)

Abwehr: Frank Baumann (Werder Bremen), Arne Friedrich, Marko Rehmer (beide Hertha BSC), Christoph Metzelder, Christian Wörns (beide Borussia Dortmund), Tobias Rau (VfL Wolfsburg)

Mittelfeld: Dietmar Hamann (FC Liverpool), Jens Jeremies (Bayern München), Torsten Frings, Sebastian Kehl (beide Borussia Dortmund), Carsten Ramelow, Bernd Schneider (beide Bayer Leverkusen), Jörg Böhme (Schalke 04)

Angriff: Paul Freier (VfL Bochum), Miroslav Klose (1. FC Kaiserslautern), Fredi Bobic (Hannover 96), Benjamin Lauth (TSV 1860 München), Kevin Kuranyi (VfB Stuttgart)

Der DFB ehrt erstmals “Fussballerin des Jahres”

Zum erstenmal in seiner Geschichte wird der Deutsche Fussball Bund (DFB) am 27. September eine Ehrung zur “Fussballerin des Jahres” vornehmen. “Diese Wahl ist eine Konsequenz aus dem Erfolg des Frauenfussballs in den letzten Jahren mit Olympia-Bronze und EM-Titel”, sagte DFB Pressesprecher Harald Stenger.
Zum Auftakt wird zunächst ein Experten-Gremium von 50 Personen in Zusammenarbeit mit dem Kicker-Sportmagazin und dem Verband deutscher Sportjournalisten (VDS) die “Fussballerin des Jahres” bestimmen. “Im kommenden Jahr wird die Wahl analog zur männlichen Wahl stattfinden” erklärte Stenger.
Die Ehrung wird am 27. September im Rahmen des WM-Qualifikationsspiels der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen England in Kassel stattfinden.
In den vergangenen Jahren wurden die inoffiziellen Wahlen der “Fussballerinen des Jahres” von der inzwischen eingestellten Zeitschrift “DIEDA” und nachher von Rudi Böhmes Zeitschrift “WOMENS SOCCER” durchgeführt. Zu den gekürten Spielerinnen gehörten unter anderen Martina Voss (FCR 2001 Duisburg), Renate Lingor (1. FFC Frankfurt) und Silke Rottenberg (FFC Brauweiler Pulheim 2000).

Chinesinnen-Ersatz? Auch Hoffmann wechselt in die WUSA

Duisburgs Melanie Hoffmann wechselt in die US-Profiliga. Die 28-jährige Mittelfeldspielerin wird ab April für Philadelphia Carge spielen, den Ex-Club von Doris Fitschen. Die ehemalige Nationalspielerin ist nach Conny Pohlers (Potsdam) die zweite deutsche Neuverpflichtung der WUSA für nächste Saison. Unterdessen muss die Profiliga auf zahlreiche chinesische Topspielerinnen verzichten. Nachdem Superstar Sun Wen bereits im Herbst erklärt hatte, sie werde sich im eigenen Land auf die WM 2003 vorbereiten, folgten ihr jetzt weitere Teamkolleginnen, darunter Zhao Lihong, Pu Wei und Torhüterin Gao Hong.

96: Zuraw will zurück nach Polen

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Im Sommer stieg Dariusz Zuraw mit Hannover in die Bundesliga auf und erzielte das erste 96-Tor in dieser Saison (beim 1:2 in Hamburg). In den drei Spielen 2003 aber gehörte der Verteidiger nicht einmal mehr zum Kader.

Nun will er weg aus Hannover. Das Reservisten-Dasein macht ihn genauso unglücklich wie sein Heimweh nach Polen.

Zuraw sehnt sich nach seiner Familie. Darum bat er 96, die Option auf eine Verlängerung seines im Juni auslaufenden Vertrags zu streichen. Es gibt Anfragen verschiedener polnischer Erstligisten.

96 verweigert aber die vorzeitige Freigabe. „Zuraw muss ruhig bleiben und trainieren”, sagt Sportdirektor Ricardo Moar.

Dortmunder Rosicky erneut Fußballer des Jahres in Tschechien

Tomas Rosicky vom deutschen Meister Borussia Dortmund ist zum zweiten Mal in Folge zum Fußballer des Jahres in seiner Heimat Tschechien gewählt worden.Neben dem Dortmunder konnten sich zwei weitere Bundesliga-Legionäre unter den Top Ten platzieren.
Bei der Wahl 2002 erhielt der 24-Jährige von Trainern und Spielern insgesamt 5163 Punkte. Damit gewann der Mittelfeldspieler deutlich vor seinem Dortmunder Vereinskollegen Jan Koller (3731). Auf dem dritten Rang folgte Pavel Nedved von Juventus Turin (3484). Mit Tomas Ujfalusi vom Hamburger SV konnte sich ein dritter Bundesliga-Legionär als Siebter unter die Top-Ten platzieren.

FC Bayern wird gemeinsam mit adidas in Asien aktiv

Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München und der Sportartikel-Hersteller adidas werden gemeinsam in Asien aktiv.

Der Bundesliga-Spitzenreiter gab vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV ein gemeinsames Marketing Joint Venture mit seinem langjährigen Partner und Ausrüster in Japan bekannt. «Der asiatische und speziell der japanische Markt ist neben dem europäischen der wichtigste», begründete Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge das Engagement.

Nach Bayern-Angaben wird es künftig unter anderem eine japanische Version der offiziellen Homepage (www.fcbayern.de) des größten deutschen Sportvereins geben. In ganz Japan soll es des weiteren in Läden Abteilungen mit Bayern-Fanartikeln geben. 8o 8o 🙂

Gab es dat noch nicht?!?!

3,5 Millionen Euro für Sicherheitsmaßnahmen

Portugal will bei der Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2004 keine Überraschunden erleben und setzt auf verstärkte Sicherheitsvorkehrungen sowohl rund um die Stadien als auch in den Stadtkernen.

“Wir haben bei anderen großen Turnieren in Europa oder auf anderen Kontinenten gesehen, dass viele Polizisten am Stadion konzentriert wurden. Doch Krawalle gab es dann woanders”, sagte Euro-2004-Geschäftsführer Martin Kallen in einem Interview der Zeitung “Jornal de Noticias”.

Die Anzahl der Polizisten rund um die zehn Austragungsstätten soll zugunsten der Einsatzkräfte in den Städten zurückgenommen werden.

96: Rangnicks Team gewinnt 1:0

Hannover 96 hat im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Erfolg gelandet. Mit dem 1:0 (1:0) am Samstag beim TSV 1860 München punktete 96 zum ersten Mal überhaupt bei den „Löwen“ und sorgte nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg für etwas Ruhe in der Diskussion um die Position von Trainer Ralf Rangnick. Dagegen mussten die Sechziger durch die Heimniederlage gegen die Niedersachsen einen Rückschlag im Rennen um einen Uefa-Cup-Platz hinnehmen. Vor 18 000 Zuschauern erzielte Nebojsa Krupnikovic (26.) das Tor für Hannover.

Während der Aufsteiger die selbe Formation wie in der Vorwoche gegen den Hamburger SV ins Rennen schickte, musste Münchens Trainer Peter Pacult zwei Änderungen vornehmen. Neben dem am Rücken verletzten Harald Cerny fiel kurzfristig noch Tomas Votava aus. Für Cerny besetzte Daniel Borimirow die rechte Seite im Mittelfeld, Rafael da Silva rückte für Votava in die Innenverteidigung der „Löwen“.

Die neu formierte Hintermannschaft der Sechziger war in der siebten Minute nicht im Bilde, als Mohammadou Idrissou nach einem langen Pass in halblinker Position im Strafraum auftauchte, aber klar verzog. Die beste Möglichkeit der Gastgeber hatte Martin Stranzl in der 16. Minute. Doch er scheiterte mit einem 22-Meter-Freistoß an 96- Torhüter Gerhard Tremmel.

In der ersten Halbzeit waren die Gäste die gefälligere und spielstärkere Mannschaft. Der TSV 1860 agierte dagegen zu umständlich und leistete sich zu viele Fehlpässe. So war der Führungstreffer in der 26. Minute verdient. Nach einem Pass von Blaise N’Kufo schloss Krupnikovic aus zehn Metern zum 1:0 für die Niedersachen ab.

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. Nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff rettete Stranzl in letzter Sekunde gegen den völlig freien N’Kufo, im Gegenzug traf Markus Schroth nach einer Flanke von Benjamin Lauth den linken Torpfosten. Das war für die Sechziger das Wecksignal, danach wurden die Bemühungen der Hausherren druckvoller. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in den auch der chinesischer Nationalspieler Jiayi Shao bei seinem Bundesliga-Debüt für die „Löwen“ eingreifen durfte.

Schalke ohne Wilmots in Wolfsburg

Marc Wilmots steht Schalke 04 zum Bundesliga-Rückrundenstart am Samstag beim VfL Wolfsburg nicht zur Verfügung. Fraglich ist der Einsatz von Nationalspieler Gerald Asamoah.

DFB-Pokalsieger Schalke 04 muss zum Bundesliga-Rückrundenstart am Samstag beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/live bei Premiere) auf Marc Wilmots verzichten. Der Belgier laboriert an einer Fersenentzündung. Unsicher ist auch der Einsatz von Nationalspieler Gerald Asamoah. Er leidet an einer Bauchmuskelentzündung.
Dagegen kann Trainer Frank Neubarth in Wolfsburg auf Andreas Möller und Marco van Hoogdalem zurückgreifen. Möller musste wegen eines Magen-Darm-Infektes, van Hoogdalem wegen einer Oberschenkelzerrung mit dem Training aussetzen.

Unterdessen steht der Niederländer Niels Oude Kamphuis vor einer Vertragsverlängerung: «Es sind noch kleine Details zu klären, wir sind ganz weit in unseren Gesprächen», erklärte Oude Kamphuis. Der 25 Jahre alte Abwehrspieler, der 1999 von Twente Enschede nach Schalke wechselte, bestritt bislang ein Länderspiel für die Niederlande.