Akku-Apps für das iPhone

Immer wieder passiert es, dass sich Besitzer eines Smartphones wundern, wie schnell doch der Akku leer ist. Der Akku ist schlichtweg der größte Schwachpunkt eines Smartphones. Denn die Displays werden immer größer, die Prozessoren immer schneller und leistungsfähiger, weshalb sie immer mehr Energie verbrauchen. Aber auch zahlreiche Apps haben sich bereits als wahre Stromfresser entpuppt, so zum Beispiel die Apps von Facebook oder auch WhatsApp. Aber auch Hardware-Komponenten können den Akku ganz schön beanspruchen. So ist bei den meisten Smartphones etwa das GPS-Modul oder das Display beinahe den ganzen Tag aktiv oder der Lautsprecher spielt ständig Musik ab. Bei Games ist das natürlich kein Wunder, doch viele User, vor allem Jugendliche, hören ständig Musik, schauen sich Musik-Videos auf YouTube an oder halten sich ständig auf Facebook auf. Dabei verlieren die User schnell den Überblick und wissen oft gar nicht, wie viel Leistung der Akku ihres Smartphones noch bringen kann und sind schließlich erstaunt darüber, dass dem Smartphone bereits vor dem Abend die Luft ausgeht. Doch es gibt einige nützliche Apps, mit denen man den Akkuverbrauch beobachten und mitunter sogar Akkukiller entlarven kann.

1. Battery Doctor
2. Battery Life Pro – All-in-1
3. Battery Manager

Battery Doctor

Mit dem „Battery Doctor“ kann man sich sehr zuverlässig den aktuellen Akkustand in Prozent anzeigen lassen und außerdem sogar die Restlaufzeit in Stunden und Minuten. Über eine Detail-Ansicht erhält man sogar eine Übersicht, wie lange der Akku bei verschiedenen Anwendungen noch halten dürfte, wie etwa beim Surfen im Internet über eine WLAN- oder eine 3G-Verbindung, beim Telefonieren oder beim Abspielen von Audiodaten, sogar solche außergewöhnlichen Funktionen wie eine Audioübertragung via Bluetooth oder Gespräche via Facetime. Außerdem zeigt die App dem User sogar an, welche Anwendung wie energiehungrig ist – also wie viele mAh pro Minute die entsprechende Funktion verbraucht. Wem diese Funktionen noch nicht reichen, der kann über den „Battery Doctor“ auch die Spezifikationen seines iDevice auslesen. Auch gibt die App sehr hilfreiche Tipps darüber, wie die Laufzeit des Akkus geschont werden kann.

Battery Life Pro – All-in-1

Auch mit der App „Battery Life Pro – All-in-1“ kann man die Akkuleistung seines Smartphones optimal überwachen. So gibt die App etwa Aufschluss darüber, zu wie viel Prozent der Akku geladen ist, wie lange der Akku noch im Stand-by Modus, bei Gesprächen im 2G oder 3G Netz, beim Surfen im mobilen Internet oder via WLAN, bei der Kameranutzung oder diversen anderen Verwendungsmöglichkeiten durchhalten wird, bevor er zur Neige geht. Außerdem kann man der App sogar entnehmen, wie viel Arbeitsspeicher belegt beziehungsweise noch frei ist und sich auch die Gerätespezifikationen darstellen lassen, wie etwa die aktuelle IP-Adresse im WLAN, den Gerätenamen oder die iOS Version. Um zu verhindern, dass der Akku sich zu tief entlädt, kann der User sogar eine Warnung ausgeben lassen und hierfür eine Grenze von 5 bis 40 Prozent (in 5er-Schritten) in den Einstellungen einrichten. Wird das iPhone schließlich geladen, zeigt die App sogar die Zeit an, die noch benötigt wird, bis der Akku vollständig geladen ist.

Battery Manager

Die iPhone App „Battery Manager“ konzentriert sich, ebenso wie bereits „Akku Battery“ für Android, auf das Wesentliche. Allerdings wird hier nicht nur die restliche Akkuladung in Prozent angezeigt, sondern es werden auch Prognosen gestellt, wie lange der Akku noch bei verschiedenen Tätigkeiten halten dürfte, wie zum Beispiel im reinen Stand-by Modus, bei der Betrachtung von Videos, beim Abspielen von Musik oder beim Surfen im mobilen Internet oder via WLAN. Auch gibt die App durchaus Tipps und Tricks, wie man die Laufzeit des Akkus verlängern kann.

Langfristige Akkuschonung durch gewissenhaften Umgang

Wer den Akku seines Smartphones auf lange Sicht wirklich schonen möchte, der sollte sich nicht auf Apps verlassen, die über den Ladestand informieren. Vielmehr sollte man versuchen herauszufinden, wie einzelne Apps arbeiten und wie sehr sie den Prozessor im Hintergrund belasten. Denn häufig wiegen sich die User in dem Glauben, eine geschlossene App würde ja nicht mehr arbeiten. Doch oftmals wird die App lediglich „eingefroren“, also auf Stand-by gesetzt. Beim iPhone ist es etwa seit iOS 4 der Fall, dass Anwendungen multitaskingfähig sind und im Hintergrund durchaus arbeiten können. Dadurch bleiben Apps, die lediglich über den Homebutton in den Hintergrund gesetzt werden, noch bis zu zehn Minuten aktiv, bevor sie in den Schlafmodus versetzt wird. Je nach Einstellung kommuniziert die App nun immer wieder mit dem Anbieter-Server, wobei diese zehn Minuten jedes Mal auf ein Neues beginnen, was beispielsweise bei der Facebook App der Fall ist.

Auch im Bereich des Hardware-Managements gibt es viele Möglichkeiten, wie man Akkuleistung einsparen kann. Wer etwa nicht stetig auf die Anzeige der Positionsdaten angewiesen ist, kann sein GPS Modul abschalten und nur dann einschalten, wenn es benötigt wird. Mit WLAN und mobilem Internet versteht es sich ebenso. Denn diese Module senden und empfangen stetig Daten, was ebenfalls zu Lasten der Akkuleistung geht.