Meppen: Der Verein ist gerettet

Nord, Meppen: Sponsor zahlt sechsstellige Summe

Meiners: Der Verein ist gerettet

Große Freude und Erleichterung im Vorstand des SV Meppen, nachdem ein neuer Hauptsponsor mit einem Scheck in angeblich sechsstelliger Höhe die ärgsten Liquiditätsengpässe beseitigte und der Verein Spieler und Trainern die Zahlung der seit Oktober überfälligen Gehälter avisierte.
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Der Verein ist gerettet. Der Spielbetrieb geht definitiv weiter“, versicherte Präsident Reinhard Meiners, der deutlich machte, das „weitere Schritte“ folgen müssten. Eine Aktion steuerte der Tourismusverband der Stadt Meppen (TIM) bei.

Er ließ 10000 Aufkleber drucken: „Ich bin ein SV Meppen Retter“. Für einen Betrag von zehn Euro können diese Aufkleber überall im Emsland erworben werden. „Jeder kann so Sponsor des SV Meppen werden und seinen Beitrag dazu leisten, dass die bekannte Marke SV Meppen nicht den Bach runter geht“, appellierte TIM-Vorsitzender Rolf Dünker an Freunde des Ex-Zweitligisten, durch den Kauf der Aufkleber mit anzupacken, den Verein wieder vollständig in ruhigere Gewässer zu bringen.

Vor dem sportlich so wichtigen Duell gegen VfR Neumünster am gestrigen Sonntag nannte Präsident Meiners die Aktionen ein „Signal“, von dem die Mannschaft auch sportlich profitieren könne. Gestern schien es gewirkt zu haben IInnerhalb des sportlich im Winter stark geschwächten Teams wird die Lage allerdings noch „vorsichtig“ beurteilt. „Es bleibt der Druck nicht absteigen zu dürfen“, warnte Stürmer Christian Claaßen vor zu großen Erwartungen an die Mannschaft. Claaßen: „Geld schießt nunmal keine Tore. Die Spieler, die wir in der Winterpause verloren haben, kommen nicht zurück. Wir müssen das mit Leuten schaffen, die schon über sich hinaus wachsen müssen.“

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Carlo Ancelotti verlängert vorzeitig

Italien: Überraschende Wende – Kontrakt läuft sogar bis 2008 – Auch Costacurta bleibt

Beim AC Milan sind die Würfel in der Trainerfrage gefallen. Carlo Ancelotti hat am Dienstag seinen Vertrag bei den „Rossoneri“ vorzeitig bis 2008 verlängert. Zuletzt wurde in der italienischen Metropole heftigst darüber spekuliert, ob Ancelotti dem Werben Real Madrids nicht doch nachgeben würde.
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Ursprünglich lief der Kontrakt des ehemaligen Milan-Spielers bis Sommer 2007. „Die Versuchung Real Madrids war sehr groß, aber nach langem Überlegen habe ich entschlossen, hier zu bleiben“, so Ancelotti am Dienstag.

Offensichtlich haben die beiden Spiele in der Champions League gegen den FC Bayern Ancelottis Ansehen in der Modestadt wieder deutlich gesteigert. Besonders das famose 4:1 im Rückspiel (1:1 in München) ließ die Kritik am 46-jährigen Coach verstummen. Zuvor waren kritische Stimmen laut geworden. Nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2005 gegen den FC Liverpool bahnte sich nach wenig überzeugenden Vorstellungen in der Serie A und in der „Königsklasse“ eine weitere titellose Saison an.

Die mächtigen Vereinsbosse um Silvio Berlusconi stützten jedenfalls den Trainer nach außen hin. Die Verlängerung von Ancelottis bis 2008 kommt recht überraschend. Bisher waren die Gespräche zwischen Ancelotti und der Vereinsführung stets über das jeweils nächste Jahr gekreist.

Um genau ein Jahr verlängert hat derweil aber Abwehr-Routinier Alessandro Costacurta seinen Vertrag beim AC Mailand, und das, obwohl er am 24. April bereits 40 Jahre alt wird. „Wir sind sehr froh, einen Klassenspieler wie Costacurta weiterhin bei uns zu haben“, kommentierte Milans Vizepräsident Adriano Galliani.

Das zweitplatzierte Milan liegt aktuell zehn Punkte hinter dem amtierenden Meister Juventus Turin zurück und schied im italienischen Pokal-Wettbewerb Ende Januar gegen Palermo aus. In der Champions League trifft der AC Milan im Viertelfinale auf den französischen Meister Olympique Lyon.

Kontinuität auch bei der „alten Dame“

Auch Juventus Turin setzt auf Kontinuität. Allerdings zunächst einmal im Bereich der Vereinsführung. Der Aufsichtsrat des börsennotierten Klubs wird nach Angaben der Turiner Tageszeitung „La Stampa“ am Freitag Geschäftsführer Antonio Giraudo, Vizepräsident Roberto Bettega und Generaldirektor Luciano Moggi auf ihren Posten bestätigen. Die drei Manager, die seit zwölf Jahren die „alte Dame“ führen und deren Verträge im Oktober 2006 auslaufen, einigten sich mit der Unternehmerfamilie Agnelli, Hauptaktionärin des Klubs, offenbar auf eine Vertragsverlängerung.

Damit steigen die Chancen, dass Trainer Fabio Capello beim italienischen Rekordmeister bleibt. Der Coach hatte in den vergangenen Wochen zu verstehen gegeben, dass er in Turin bleiben werde, sollte das Management im Amt bleiben. Seit einigen Wochen wird Capello als heißer Trainer-Kandidat bei Real Madrid gehandelt.

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Aachen – Dresden 2:0

Alemannia Aachen hat mit einem 2:0-Erfolg gegen Dynamo Dresden durch Treffer von Marius Ebbers und Erik Meijer am Freitagabend vorübergehend die Tabellenführung übernommen. Die Gäste waren der erwartet schwere Gegner und ließen einige Chance zur Führung ungenutzt.

Die Alemannia, unverändert im Vergleich zum 0:0 in Fürth, begann mit Schwung. Zweimal zog Marius Ebbers mit rechts ab, verfehlte das Tor aber jeweils knapp (2./8.). Auf der anderen Seite kam Pergl nach Freistoß von Wagefeld zum Kopfball, verzog aber. In Minute 24 bewies Wagefeld, warum er als guter Schütze gefürchtet ist. Aus 25 Metern zog er ab, Kristian Nicht reagierte prächtig und fing den abgeklatschten Ball vor den Dresdener Stürmern auf.

Auf der anderen Seite war Sascha Rösler nach Fehler von Votava plötzlich ganz frei, traf das Leder aber nicht richtig (38.). Zwei Minuten später köpfte Rösler nach Noll-Flanke über das Tor. Kurz vor der Pause bewahrte Kristian Nicht mit einer überragenden Reaktion die Alemannia vor dem Rückstand. Kennedy hatte geköpft. „Man hat gesehen, dass uns in der ersten Hälfte ein wenig die Frische gefehlt hat. Dazu kamen einige Fehler im Spielaufbau“, analysierte Coach Dieter Hecking nach der Partie.

Halbzeit 2 begann mit einem Paukenschlag. Kennedy lief allein auf Nicht zu, umkurvte den Aachener Keeper und schob das Leder in Richtung leeres Tor. Doch Moses Sichone rettete spektakulär auf der Linie. „Das war der Knackpunkt des Spiels, danach war die Mannschaft da“, fand Hecking. In der Tat ging jetzt was nach vorne. Nach Zusammenspiel von Rösler, Schlaudraff und Marius Ebbers tauchte schließlich wieder Schlaudraff in zentraler Position auf, setzte den Ball aber um Millimeter neben den Pfosten (54.). In der 58. Minute war Rösler mit dem Kopf zur Stelle – daneben.

Hecking brachte Mirko Casper für Emil Noll und Erik Meijer für Cristian Fiel. Meijer machte sich sogleich auf, die Aachener Führung einzuleiten. Auf ungewohnter rechter Position erlief er den Ball und passte klug zurück auf Reiner Plaßhenrich. Am langen Pfosten traf der genau den Kopf von Marius Ebbers. Keine Mühe für „Ebbe“, drittes Tor im vierten Spiel. Diskussionen, ob die Flanke gewollt war, wurden vom Tisch gefegt. „Der Heini hat mich genau gesehen“, erklärte Ebbers. „Er ist ein Flankengott“, konterte Hecking.

Die Dresdener, die während des gesamten Spiels taktisch diszipliniert blieben, antworteten mit einigen hohen Bällen, die Kristian Nicht aber nicht mehr vor allzu große Probleme stellten. In der 83. Minute musste Moses Sichone verletzt vom Feld – Knöchelverletzung. Thomas Stehle ersetzte ihn in der Bewachung des kopfballstarken Kennedy.

Die letzte Szene gehörte aber der Alemannia. Horvat ließ eine Flanke durch die Finger gleiten, Rösler setzte beherzt nach. Für Erik Meijer blieb nur, den Ball über die Linie zu nicken. „Mein hässlichstes Tor“, scherzte der Kapitän, der für ungeheure Belebung sorgte. „Gut zu wissen, einen Mann mit solchem Feuer auf der Bank zu haben“, lobte auch Hecking, dessen Prophezeiung von einem harten Stück Arbeit am Freitag in Erfüllung ging. „Man hat gesehen, dass Dresden nicht so schlecht ist wie ihr Tabellenplatz“, fand auch Marius Ebbers anerkennende Worte.

Aufstellung:

Alemannia: Nicht – Klitzpera, Noll (58. Casper), Sichone (83. Stehle) – Fiel (58. Meijer), Plaßhenrich, Reghecampf, Schlaudraff – Ebbers, Pinto, Rösler

Dresden: Horvat – Cagara, Pergl, Votava – Fröhlich (65. Vorbeck), Kukielka, Langen (82. Neubert), Ulich, Wagefeld – Bröker, Kennedy

Gelbe Karten: Moses Sichone (55.), Erik Meijer (63.) – Kresic, Dexter Langen (33.), Christian Fröhlich (51.), Maik Wagefeld (74.)

Tore: 1:0 Marius Ebbers (62.), 2:0 Erik Meijer (90.)

Ecken 4:2
Abseits 6:5
Chancen 8:3

Schiedsrichter: Christian Fischer (Assistenten: Thorsten Joerend, Rene Kunsleben)
Zuschauer: 20.143 (davon ca. 1.000 aus Dresden)
Wetter: bedeckt, 2 Grad
Bes.Vorkomnisse: keine

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Die ersten zwei Aufstiegsplätze werden dann wohl wir und Bochum unter uns ausmachen 😀 . Dynamo bleibt wohl nur die Heimstärke, um den Klassenerhalt zu sichern.