N24 und n-tv sehen sich jeweils vorn

(newsroom) Die beiden privaten Nachrichtensender n-tv und N24 machen sich mit aktuellen Zuschauerzahlen gegenseitig ihre jeweils fuehrende Rolle streitig. Waehrend N24 nach eigenen Angaben vom Dienstag “am Osterwochenende wieder einmal am Wettbewerber n-tv vorbeigezogen” war, meldete der Konkurrent Erfolge auf der ganzen Linie waehrend des Irak-Krieges. “In saemtlichen Zielgruppen – auch bei den Jugendlichen – verweist n-tv die Mitbewerber auf die hinteren Plaetze”, hiess es am Dienstag. Ueber den eigenen Oster-Erfolg berichtete N24 (Senderfamilie ProSiebenSAT.1) aus der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49- Jaehrigen: Am Samstag schalteten 0,6 Prozent N24 ein (n-tv: 0,5), Sonntag 0,7 (n-tv: 0,5) und Montag 0,8 Prozent (n-tv: 0,7). Dagegen reklamiert n-tv (RTL-Gruppe) fuer die gesamte Zeit des Irak-Krieges seit dem 20. Maerz die eindeutige Fuehrungsposition fuer sich. Dies sei besonders deutlich am Erfolg der taeglichen Nachrichtensendung um 18:00 Uhr abzulesen, die bis zu 2,9 Prozent Marktanteil erreichte. Ueber die Zeit vom 9. bis zum
15. April, als sich die Zuschauer ueber die Folgen des Krieges informierten, heisst es: “Mit einem Marktanteil von rund 1,2 Prozent und rund 6,9 Millionen Zuschauern bei den Erwachsenen ueber 14 Jahren erzielte n-tv jeweils fast doppelt so viel wie N24.”

TF1 will bei ProSiebenSAT1 einsteigen

(newsroom) Bei der Uebernahme von Deutschlands groesstem TV-Konzern ProSiebenSat.1 durch den US-Milliardaer Haim Saban will der franzoesische Sender TF1 mit ins Boot. Der Sender wolle fuer 100 bis 150 Millionen Euro einen Anteil von rund 10 % an ProSiebenSAT1 uebernehmen, sagte Unternehmenschef Patrick Le Lay am Mittwoch auf der Hauptversammlung von TF1 in Paris. Le Lay hatte zuvor wochenlang mit Saban verhandelt. Fuer TF1 waere der Einstieg bei ProSiebenSat.1 die erste grosse Auslandsinvestition. Saban hatte die Kaufvertraege fuer den TV-Konzern ProSiebenSAT1 und den Filmrechtehandel der zusammengebrochenen KirchMedia bereits im Maerz unterschrieben und dabei angekuendigt, bis zum endgueltigen Abschluss sei die Tuer fuer die Franzosen offen. Allerdings war es nach der Vertragsunterzeichnung zu einem Streit zwischen den Glaeubigerbanken und Saban gekommen. Die Banken warfen ihm unter anderem vor, in seinem juengsten Geschaeftsplan die Kreditbedingungen fuer die Banken verschlechtert zu haben. Die DZ Bank soll daher im Namen der Glaeubigerbanken einen Brief an Saban geschrieben und mit dem Abbruch der Verhandlungen gedroht haben. Derzeit laufen die Gespraeche nach Informationen aus Branchenkreisen aber weiter.

Preissenkung für FreenetDSL Power-Tarif

Freenet hat sein DSL-Tarifmodell geringfügig verändert. “FreenetDSL Power”-Kunden müssen in Zukunft statt 14,90 Euro monatlich nur noch 12,90 Euro für den zeitlich unbegrenzten Surfgenuss berappen.

Grenzenloses Browsen ist damit aber nicht möglich, denn der FreenetDSL-Power-Tarif ist an ein Volumenlimit von fünf Gigabyte gekoppelt. Wird dieses überschritten, fallen für jedes weitere angefangene Gigabyte happige 7,90 Euro an.

Und hier nochmals alle Freenet-Tarife (sowohl mit DSL als auch mit DSL1500 nutzbar) im Überblick:

FreenetDSL start

Freenets günstigster Einstieg in die Welt von DSL heißt “FreenetDSL start” und kostet 4,90 Euro. Dafür dürfen Sie bis zu 25 Stunden pro Monat surfen oder bis zu einem Gigabyte Daten herunterladen. Jede weitere angefangene Minute kostet zusätzlich einen Cent. Doch Vorsicht: Jedes weitere angefangene Gigabyte schlägt mit satten 7,90 Euro zu Buche.

Dabei ist es unerheblich, ob Sie Ihre Traffic-Grenze von einem Gigabyte mit zehn oder mit 100 Megabyte überschritten haben – es wird sofort ein ganzes Gigabyte berechnet. Beim Volumen-Tarif von GMX ist das anders, GMX berechnet für jedes zusätzliche Megabyte 1,2 Cent.

FreenetDSL power

Der oben erwähnte “FreenetDSL power” kostet im Monat 12,90 Euro. Die Preissenkung beim FreenetDSL Power-Tarif könnte eine Reaktion auf die gestrige Preissenkung von 1&1 sein. 1&1 hatte nämlich den Monatspreis für den 5-Gigabyte-Tarif von 16,90 auf 14,90 Euro gesenkt und so mit dem Power-Modell von Freenet gleichgezogen.

Nach dieser Preissenkung kommen Anwender – bei einem direkten Vergleich zwischen diesem Tarif von Freenet und 1&1 – bei Freenet besser weg. Allerdings rechnet 1&1 eine Überschreitung des Transferlimits fairer ab: Pro Megabyte muss der Kunde 1,2 Cent zahlen.

FreenetDSL heavy

Für die Hardcore-Nutzer ist “FreenetDSL heavy” gedacht. Für monatlich 24,90 können Sie ohne Zeitlimit mit bis zu 1536 Kilobit pro Sekunde surfen und bis zu zehn Gigabyte Daten auf Ihren Rechner herunterladen. Doch auch bei diesem Tarif sollten Sie den Blick auf den Volumenzähler nicht aus den Augen verlieren: Für jedes zusätzlich angefangene Gigabyte werden 7,90 Euro fällig. Dieser Tarif lässt sich noch zu “heavy plus” mit einem Freivolumen von 15 statt 10 Gigabyte erweitern. Dafür müssen Sie dann 28,90 Euro zahlen.

Jeder “FreenetDSL”-Kunde wird automatisch Freenet.de-Mitglied und erhält einen Mail-Account, Webspace für die eigene Hompepage und andere Dienste.

UMTS – Isle of Man

Die Keimzelle der dritten Generation des Mobilfunks ist ein kleines Eiland in der irischen See, das weder zu Großbritannien noch zur Europäischen Union gehört. Die Isle of Man ist zwar Territorium der britischen Krone, hat aber eine eigene Regierung und ist unabhängig. Mit einer Fläche von 588 km² und 75 000 Einwohnern sowie einer modernen Telekommunikations-Infrastruktur ist sie ein ideales Testgelände für UMTS.

Bereits 1999 hat die Regierung eine kostenlose Lizenz an Manx Telecom, eine Tochter von mmO2 (ehemals British Telecom Wireless), vergeben, um ein kommerzielles UMTS-Netz aufzubauen – das erste in Europa. Nachdem Siemens und die japanische Firma NEC das Netz installiert haben, sind die Techniker seit einigen Monaten dabei, es zu erproben und zu optimieren. Es gibt auf der Insel 28 UMTS-Basisstationen. Das entspricht einer Abdeckung von 85 %.

März 2003: Im Hauptquartier von Manx Telecom schauen die eingeladenen Journalisten interessiert auf das Mobilfunkgerät der Zukunft. Ein Siemens U10 mit ansteckbarer Kamera.

Die Anrufe nach Deutschland – sowohl aufs Mobilfunk- als auch aufs Festnetz – gelingen auf Anhieb. Die Verbindung ist stabil und rauschfrei.

Nun der nächste Schwierigkeitsgrad: Surfen im Internet. Ein Mitarbeiter ruft das Manx-Portal “Pronto” auf und lässt ein UMTS- gegen ein GSM-Handy antreten. Mit einer Datenrate von 384 kbit/s dauert es per UMTS nur ein paar Sekunden, um zur Eingangsseite von Pronto zu gelangen. Für das GSM-Handy dagegen ist das ein beschwerlicher Job. Mit 9,6 kbit/s müht es sich nach einer Minute immer noch mit dem Bildaufbau ab. (Wer nutzt heute noch CSD?)Trotzdem, um im Internet zu surfen oder e-Mails zu schreiben, muss beim UMTS-Gerät derzeit ein Notebook als Hilfsmittel herhalten, das über die USB-Schnittstelle mit dem Handy verbunden ist. Erst dann kann der Nutzer bequem einen elektronischen Brief verfassen, Nachrichten anschauen oder Videos herunterladen.

Und dann der höchste Schwierigkeitsgrad für UMTS: das Videotelefonat. Zwar klappt es erst beim dritten Anlauf, aber immerhin ist der Gesprächspartner zu sehen, auch wenn das Bild noch verschwommen ist und der Kontrast etwas dunkel. Auch hier kommt der Anwender nicht ohne Hilfsmittel aus: Erst die eingebaute Kamera und der Bildschirm des so genannten Image Viewer Terminals sorgen für das Live-Abbild des Gesprächsteilnehmers.

Auf der Isle of Man haben die Nutzer derzeit die Wahl unter sieben Anwendungen, etwa Informationen über das lokale Kinoprogramm mit kleinen Filmausschnitten oder den Sportteil von Pronto. Wer sich langweilt, kann sich mit Online-Spielen die Zeit vertreiben. Ein weiterer Dienst ist “Isle of Man on Air”. Er versorgt den Anwender abhängig von seinem Standort mit ortsspezifischen Informationen. Also auf zum Auto, das vor der Eingangstür wartet. Zu seiner Ausstattung gehören ein Navigationssystem und ein Notebook, das per Kabel mit dem UMTS-Telefon verbunden ist. Auf dem Bildschirm ist eine vergrößerte Straßenkarte zu sehen, auf der sich das Fahrzeug, ein roter Punkt, langsam vorwärts bewegt. Am rechten Rand geht ein weiteres Fenster auf: Nun erscheinen erste Hinweise zu Golfplätzen, Sehenswürdigkeiten und Tankstellen. Wer übernachten will, kann über den Hotel-Finder Zimmer suchen und online reservieren. Ein Klick auf den Menüpunkt “Find the nearest” und schon wird der Weg zum nächsten Pub angezeigt, wo es den “Manx Spirit”, den inseleigenen Whisky, gibt – und das System liefert dazu sogar noch einen Hinweis auf den nächsten Geldautomaten.

To be continued…